Sonntag, 24. März 2013

Promotionsprogramm

Bisher völlig übersehen habe ich das Promotionsprogramm »Theorie und Methodologie der Textwissenschaften und ihre Geschichte" (TMTG) der Universitäten Göttingen und Osnabrück. »Das Promotionsprogramm trägt«, so heißt es auf der Homepage »zur Grundlagenforschung der Wissenschaften bei, die sich mit Texten befassen«. Sinnvoll scheint mir die Beteiligung verschiedener Disziplinen, in denen die Auseinandersetzung mit Texten eine zentrale Rolle spielt; auch die historische Perspektive leuchtet mir ein.

Nicht ganz klar wird mir die nähere Beschreibung des Begriffs der »Textwissenschaft«. Unter dem Stichwort »Ziele« ist davon die Rede, dass mit dem Begriff Bezug genommen wird »auf die sprachliche Verfasstheit der Untersuchungsgegenstände« und dass »Texte oder literarische Werke« im Zentrum stehen, »mit entschiedenem Blick auf deren sprachlicher Besonderheit«. Zudem wird darauf hingewiesen, dass es »um besondere philologische Kompetenzen« gehe. So verstanden scheint mir »Textwissenschaft« jedoch ein recht unspezifischer Oberbegriff zu sein, für die philologische Auseinandersetzung mit verschriftlichter Sprache, vor allem in Form von »Literatur«.

Das Themenspektrum ist recht breit – was für eine interdisziplinäre Diskussion sicherlich kein Nachteil ist. Zudem leistet der Begriff der »Textwissenschaft« offenbar eine breite disziplinäre Identifikation, was vielleicht auch dazu führt, dass man mit diesem Begriff keinen allzu enges Konzept verbindet.

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