Samstag, 6. April 2013

Textträger

Kurz hingewiesen sie auf Malte Herwigs dradio-Beitrag zur »Bücherrevolution« (der zurückgeht auf einen Freitag-Artikel vom Oktober 2012). Herwig guillotiniert seine Bibliothek, scannt die vormals gebundenen Textstapel ein und speichert die Daten dann auf seinem eBook-Reader. Der zentrale Satz, der die »Revolution« rechtfertigt lautet: »Aber zerstört wird ja nur der Träger, nicht der Text«. Das unterschätzt zwar die Funktion des Trägers für den Text, für dessen Präsentation und Wahrnehmung; aber als eingängige Rechtfertigung der privaten do-it-yourself-Digitalisierung taugt der Satz allemal.

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