Dienstag, 11. Juni 2013

»Text«

Was ist das eigentlich, ein »Text«? Und wann spricht man überhaupt von »Texten«? In der Einleitung zur Anthologie »Texte zur Theorie des Textes« von Stephan Kammer und Roger Lüdeke werden drei Verwendungsweisen unterschieden. Zum einen werde unter »Text« eine »geordnete Menge von Elementen« verstanden, die sich zur »höchste[n] Sinneinheit von sprachlichen Äußerungen« gruppieren. So verstanden bilden Texte eine abgrenzbare Einheit. Unter »Text« lässt sich zweitens aber auch ein System von Verweisen verstehen, das zur Herausbildung von Bedeutung beiträgt. Ein solches Verständnis sperrt sich gegen Ganzheitsvorstellungen und Abgrenzungen. Drittens kann die Rede vom »Text« auf dessen »konkreten, materiell-medialen Objektstatus« verweisen, so dass auch Textträger und die graphische Gestalt von Textualität in den Blick gerät.

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