Montag, 21. Juli 2014

Visualisierung VI

Und hier ist nun endlich der Überblick über die Titelblätter zwischen 1500 und 1600 mit jeweils fünf zufällig ausgewählten Titelblättern aus jedem Jahr:


Einige Beobachtungen: Zu Beginn finden sich auf der jeweiligen Seite oft nur wenige Sätze, manchmal auch nur ein Satz oder eine Wortfolge. Das ist wenig verwunderlich: Elemente eines Titelblattes müssen sich erst herausbilden. Die lateinischen Bücher scheinen in dieser Hinsicht weiter (d.h. früher) zu sein als die deutschsprachigen. Ab 1515 steigt die Zahl der Titelblätter, bei denen der Text trichterförmig angeordnet ist; diese Layoutvariante etabliert sich zunehmend. Ebenfalls ab 1515 steigt die Zahl der Titelblätter mit zum Teil aufwendigen Rahmungen. Etwa ab den 1560er Jahren setzt sich ein festes Schema durch: Titel und Autorname oben; Druckername, Ort und Jahr unten; das Ganze mit trichterförmigem Text. Rahmen werden ab den 1570ern seltener und schlichter (typisch scheinen sie bei Disputationsdrucken zu sein).  

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